Eine für mich super interessante Kuba Sichtweise! Und sehr gut geschrieben. Wow, ich bin recht schockiert gerade. Ich kann alles nachfühlen. Denn so ähnlich ging es mir während meines Lebens in Spanien. Also die permanente penetrante Anmache, nicht die Frage nach Kohle, aber darüber war vor Reisebeginn im Internet zu lesen, mir also auch nicht neu.

Hier ist ein Bericht von Claudia zu lesen, der ihre negativen Erfahrungen aus Kuba darlegt.

Ich hatte eine so tolle Zeit auf Kuba, war zugegebenermassen die meiste Zeit in der Gruppe unterwegs. Aber auch alleine den 1. Abend und den 3. Tag kreuz und quer durch Havanna, meine ersten Schritte, einige Fehler, viel Vorsicht, sehr sehr viel Neugier und Tatendrang, nur mitten unter Locals. Und ich war so super überrascht, dass ich entgegen meiner Erwartungen ü-ber-haupt nicht angequatscht und noch nicht mal angesehen wurde. Wenn ich Fragen stellte, wurde mir ganz normal geantwortet, niemand blieb an mir kleben, nirgendwo.

Während der Rundreise (alle 7 Kolonialstädte, plus Guantanamo) habe ich mich täglich, wo immer ich eine Stunde Zeit hatte, sofort abgesetzt. Ich bin in das Haus einer alten Dame eingeladen worden, von einem Bahnführer auf die alten Loks in Trinidad, in Weissgradnichtmehr in einer super alten aktiven Druckerei herumgeführt worden, in Havanna in das ehemalige gigantische Bankgebäude hereingebeten worden, über das ich schon gebloggt habe, war in guten Gesprächen auf dem Büchermarkt in Guantanamo, mit den Verkäufern auf den kleinen Hinterhofmarkt in Nochwoanders, in einer einen liebevollen unaufdringlichen Casa Particular: Überall nur sehr höfliche fröhliche Kubaner.

Claudia ist dunkelhaarig, ich sogar blond. Wir beide sprechen fliessend Spanisch Ich würde sagen, sie reist so wie ich (war aber hier viel mehr alleine unterwegs als ich, zu den Sehenswürdigkeiten). Ich bin auch gerne mal alleine (zumal ich immer viel vorhabe und das durchziehen will). Um so mehr bin ich überrascht über die unterschiedlichen Erfahrungen, die wir beiden gemacht haben.

Es wirft mich zurück zu einem der zwei Gründe, warum ich bis letztes Jahr nie in Kuba war (und dann spontan als Job): Ich wollte nur mit 2 männlichen Freunden reisen, genau wegen dem, was Claudia erlebt hat. Die fand ich nie, zudem hätten sie auch noch spanisch sprechen müssen.

Mein Traum war bis eben weiterhin, mal 1 Monat in Havanna zu leben. Als Reisende, nicht als Touristin, wie ich das immer mache. Ich bin dankbar für Claudias Bericht, und an sich kann mir das doch nur genauso gehen, wenn ich einmal ganz alleine so lange dort sein werde. Aber mir fallen sofort Ideen ein, um das einzugrenzen, wenn nicht zu verhindern, mit dieser „Vorwarnung“.

Kuba - Fotoserie Türen & Fenster
Nicht jeder findet Kubaner liebenswert
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